Aktuelles - schwäbische mund.art e.V.

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Aktuelles

mund.artINFO 5-2017erschienen
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Pressemitteilung vom 3.12.2017
Sebastian Blau Preis 2018 für LITERATUR ausgeschrieben

Der Verein schwäbische mund.art e.V. schreibt im Jahr 2018 zum achten Mal den SEBASTIAN BLAU PREIS FÜR SCHWÄBISCHE MUNDART in der Sparte Literatur aus. Der renommierte Mundartpreis wird von der Brauerei Schwabenbräu-Dinkelacker mit 5.000 Euro Preisgeld ausgestattet. Der Wettbewerb  richtet sich an Autorinnen und Autoren, die Texte in schwäbischer Mundart verfassen, unabhängig von deren Wohnort. Jede/r Teilnehmer/in kann einen Mundarttext literarischer Gattung (Lyrik, Prosa, jedoch keine dramatische Arbeit) einreichen, der bisher noch nicht veröffentlicht wurde.

Einsendeschluss: 30. April 2018

Weitere Informationen unter www.sebastian-blau-preis.de

Sebastian Blau Preis
Namensgeber des Sebastian Blau Preises für schwäbische Mundart ist der Gründer, langjährige Herausgeber und Chefredakteur der „Stuttgarter Zeitung“, Professor Dr. Josef Eberle (1901-1986). Unter dem Pseudonym Sebastian Blau wurde er zu einem der bedeutendsten Dialektdichter der deutschen Literaturgeschichte. Zu seinem Gedenken schreibt der Verein „schwäbische mund.art e.V." seit 2002 alle zwei Jahre einen Mundartwettbewerb aus, abwechselnd in den Sparten Literatur, Liedermacher, Kabarett und Filmemacher.

Dr. Wolfgang Wulz zum Thema: Schwäbisch geht nicht unter...
in: Blätter des Schwäbischen Albvereins 4/2017

1. Mund.art-Stammtsich auf der Ostalb
Bernd Merkle, schwäbischer Mundartautor, lockte viele Gäste in den Traditionsgasthof Hirsch. Merkle war prominenter Gast beim Mundartstammtisch in Wasseralfingen, zu dem alle Freunde des Schwäbischen zum ersten Mal eingeladen waren. Merkle entzündete geradezu ein schwäbisches Feuerwerk, in dem seine mal humorvollen Gedichte und mal hintergründigen Geschichten wie in allen Farben aufscheinende Sterne waren, gespickt mit Wortwitz und Sprachspielereien. So auch die Geschichte von de „Henna“, die „henna ond dussa“ leben dürfen. Ein bisschen blitzt  darin auch die „Maufaulhaid“ der Schwaben auf. Nur ungern und mit viel Applaus entlassen die Gäste Merkle auf seinen weiten Heimweg.
Wer angenommen hat, der Abend im Hirsch sei an dieser Stelle aus gewesen, wurde überrascht von zahlreichen Mundartbeiträgen der Gäste. Darunter war auch ein musikalischer Beitrag der Sängerlust aus Treppach, deren Sängerinnen und Sänger in einem ihrer Lieder unser Ländle hochleben ließen.  
Das schwäbische Vesper im Hirsch rundete den „saumäßig“ gelungenen Abend ab.  Nach diesem geglückten Auftakt werden 2018 weitere Stammtischrunden im „Hirsch“ folgen. -lg

Die Stammtischorganisatorin Marie-Luise Ilg ist erst vor kurzem als 300. Mitglied im Verein begrüßt worden.
Jetzt hat sie  im Wasseralfinger Gasthaus Hirsch den 1. Mund.art-Stammtisch auf der Ostalb ins Leben gerufen.

Zur Feier des 40. Mund.art-Stammtisches in der Rottenburger Kultkneipe „Weinstube Stanis“ war eigens ein Fernsehteam vom SWR-Landessender Mainz aus Rheinland-Pfalz angereist. Die TV-Reorter konnten an diesem Abend die ganz besonders anheimelnde, schwäbische Atmosphäre und die lebendigen Publikumsbeiträge bei diesem 2004 von Pfarrer i.R. Rudolf Paul und Peter Nagel als Urtyp gegründeten Stammtischs einfangen. Vorsitzender Dr. Wolfgang Wulz überreichte dem völlig überraschten und hoch erfreuten Wirtsehepaar Michaela und Klaus Biesinger anlässlich dieses beachtlichen Jubiläums die Plakette "Mund.art-Gasthaus - Traditionslokal mit schwäbischem Stammtisch" mit der schelmisch hinzugefügten Verpflichtung, es noch mindestens auf 100 Stanis-Stammtische zu bringen.

Beim 15. Stuttgarter Mund.art-Stammtisch in der Brauereigaststätte Dinkelacker-Schwabenbräu freute sich Inhaber Felipe Ribas-Heredia nicht nur zum wiederholten Mal über einen knallvollen Gewölbekeller, sondern über die vom Mund.art-Vorsitzenden Dr. Wolfgang Wulz überreichte Plakette "Mund.art-Gasthaus - Traditionslokal mit schwäbischem Stammtisch", eine Auszeichnung für Stammtischlokalitäten, die mehr als zehn Veranstaltungen beherbergt haben und kontinuierlich weiterführen.
"Inzwischen gibt es 20 Mund.art-Stammtische im ganzen Ländle", konnte der Vereinschef bei dieser Gelegenheit nicht ohne Stolz vermelden. Der Hauptgast des Abends und Begründer der Stuttgarter Runde, Helmut Eberhard Pfitzer, unterhielt die Gäste mit seinem geistreichen schwäbischen Solo-Programm voller "Verstand ond Gfühl". Im freien Teil des Abends war wieder hochkaratig Schwäbisches von Elke Zinßer, Herbert Demel, Reinhold Frank, Hanno Kluge und als Premiere von Überraschungsgast Helga Becker als "Frau Nägele" zu hören. Im begeisterten Publikum war man sich einig, dass hier "Mundartkunst auf hohem sprachlichen und zugleich unterhaltendem Niveau" geboten war.
Der große Zuspruch für die Zusammenkünfte in Carl's Braukeller hat den Verein schwäbische mund.art e.V. veranlasst, sich dort künftig sechs- statt viermal jährlich zu treffen. Der Ausblick aufs Jahresprogramm 2018 verspricht eine Fortsetzung der bisherigen Erfolgsgeschichte. Auftreten werden die Sebastian-Blau-Preisträger für Kabarett "Hillu's Herzdropfa" (14. Februar), die Schwoba-Jazzer "Gluzger" (16. Mai), Autor Rolf Gerlach (11. Juli), der Liedermacher Walter Spira (12. September), der Kabarettist Tommy Nube (17. Oktober) und die Akustik-Folkrock-Band "Gradraus" (14. November).

Landesliteraturtage: Felix Huby erhält den Sebastian-Blau-Ehrenpreis
Zu einer erneuten schwäbischen Sternstunde wurde die Verleihung des Sebastian-Blau-Ehrenpreises an den Schriftsteller Felix Huby als „herausragendem Botschafter schwäbischer Lebensart und Denkweise“.
Heidemarie A. Hechtel (Stuttgarter Zeitung) kommentiert den Abend als witzig, poetisch und aufschlussreich auch für Reigschmeckte. Genau wie die Schwäbisch schwätzenden Charaktere, denen Felix Huby im Fernsehen bundesweite Popularität verschaffte. An der Spitze „Tatort“-Kommissar Bienzle. Und alle Figuren, denen das hier nicht fehlende Volksschauspieler-Paar Walter Schultheiß und Trudel Wulle in Serien wie „Oh Gott, Herr Pfarrer“ urschwäbisches Profil verlieh.
„Du hast das Bild des Schwaben humorvoller, freier und warmherziger gemacht“, pries Uwe Zellmer, Gründer des Lindenhoftheaters Melchingen, Felix Huby alias Eberhard Hungerbühler  aus Dettenhausen, der in seiner Lesung die schwäbische Mundart mit ihrem grandiosen Wortschatz und mit ihrer Grammatik in den Rang einer eigenständigen Sprache hob.
Die Preisverleihung im SparkassenForum bildete den mundartlichen Höhepunkt der Baden-Württembergischen Literaturtage in Böblingen und Sindelfingen. Unter dem Thema „Mund.art-Poesie“ präsentierten in 12 Abend- und Schulveranstaltungen 26 Künstler*innen vor fast 500 Gästen die im Land beheimateten Dialekte Schwäbisch, Alemannisch und Fränkisch.

Sebastian-Blau-Tage 2017
Bei der vierten Auflage der Sebastian-Blau-Tage am dritten Septemberwochenende in der Mundartstadt Rottenburg standen wieder zahlreiche Künstlerinnen und Künstler unseres Vereins auf den Bühnen. Unterschiedlich wie die künstlerischen Formen, die dabei zu sehen waren, geriet auch der Zuspruch der Zuschauer, die teils strömten, teils tröpfelten.
Ein Heimspiel bei vollem Haus hatten die preisgekrönte Folkrockband Wendrsonn, das knitze Trio vom Bisinger Brettle und der altbewährte Dichter Werner Gaus in der Baisinger Schloss-Scheuer, unterstützt von der SV-Sängerabteilung. Übervoll war es auch am Samstagnachmittag im Café Stadtgespräch der neuen Rottenburger Stadtbibliothek, wo Urgestein Rolf Gerlach von unseren jüngsten Sebastian-Blau-Rezitatoren Patrick Nagel und Marco Truffner trefflich umrahmt wurde. Die dortige Abendveranstaltung unserer „Sieba Schwôba“ brachte danach mundartliche Kleinkunst vom Besten! Jochen  Lanius und Carlheinz Nisi boten als „bluescollected“ eingängigen Blues mit schwäbischer Note, die Marionettenspielerin Siegrun Zimmermann ließ die Gäste durch ein liebevoll gestaltetes Bühnenbild und durch die mundartlich präzise agierende, herrliche Berta-Figur in deren entschleunigte Welt wie in einen Traum eintauchen. Der Blaupreisträger Peter Leonhard zeigte als Karl-Heinz Dünnbier in der Rolle des Zauberers, Kabarettisten und Bauchredners Variétékunst der Extraklasse.
Gleichzeitig ging es an diesem Abend in der ganzen Innenstadt bei Volksmusik und Mundart hoch her. Während sich in der Weinstube „Stanis“ bei Peter Nagel und den Baumhäusler, im „Hirsch“ beim Trio DanzMäg und in der Gaststätte „Eintracht“ bei Gesang mit Akkordeonbegleitung die Gäste drängten, waren die beiden kostenpflichtigen Veranstaltungen im Vereinsheim der Bürgerwache (hier trat die bekannte Spundlochmusig mit Wulf Wager auf) und die 7 Schwôba in der Stadtbücherei  eher spärlich besucht. Die zehn Euro Eintritt wollten sich angesichts der vielen kostenlosen Angebote wohl etliche Schwaben sparen.

Heimatmedaille für Peter Nagel
Im Rahmen der baden-württembergischen Heimattage 2017 in Karlsruhe wurde Peter Nagel aus Rottenburg mit der Heimatmedaille Baden-Württemberg für seine Verdienste um die heimische Mundart geehrt. Der 1938 geborene Nagel ist ein ausgewiesener und profunder Kenner des Werkes von Josef Eberle alias Sebastian Blau und für seine Rezitationen von dessen Mundartgedichten bekannt. Auch Tübingens Regierungspräsident Klaus Tappeser beglückwünschte Nagel zu dieser Auszeichnung. „Peter Nagel hat die Erinnerung an Sebastian Blau und dessen schwäbischen Gedichte nicht nur lebendig erhalten, sondern diese für eine breite Öffentlichkeit wieder neu erschlossen“, sagte Tappeser. Nagel verstehe es, diese zeitlosen Gedichte unterhaltsam und intelligent neu zu interpretieren und damit viele Menschen für die schwäbische Mundart zu begeistern.
Der Verein freut sich mit seinem Rottenburger Urgestein über die hohe Ehrung und gratuliert herzlich.

1. Mund.art-Stammtisch im Kilchberger Hirsch
Die Neugründung eines Mundartstammtisches durch den Verein „schwäbische mund.art e.V.“ im Kilchberger Hirsch wurde am vergangenen Mittwoch zu einem glänzenden Erfolg. Wirtin Sandra Kunzmann, die mit ihrem Partner Robin Lewandowski erst vor kurzem vom Regierungspräsidium Tübingen als „vorbildliches Dorfgasthaus“ ausgezeichnet worden war, durfte sich über fast 60 Gäste freuen, die sich vor allem auch wegen der Stargäste aus Rottenburg, dem Trio der legendären Gluzger-Band, eingefunden hatten.
„Unsere inzwischen 17 Stammtische im ganzen Land sind neben dem ‚Sebastian-Blau-Preis‘ und dem Projekt ‚Mundart in der Schule‘  die wichtigsten Säulen bei unseren Bemühungen, die schwäbische Mundart als wertvolles Kulturgut und sprachliches Erbe im Bewusstsein der Öffentlichkeit lebendig zu halten“, bekundete eingangs Mund.art-Vorstand Dr. Wolfgang Wulz. Maßgeblich unterstützt wird sein Verein dabei vom befreundeten Kooperationspartner, dem Förderverein Schwäbischer Dialekt e.V., dessen Geschäftsführer Hartmut Witte es sich nicht nehmen ließ, zur Stammtisch-Taufe in den Tübinger Teilort zu kommen.
Danach übernahm eine volle Stunde lang Gluzger-Frontmann Rupert Leger (Banjo, Gitarre)die Regie und legte zusammen mit Matthias Hans (Klarinette) und Hans-Otto Schmidt (Bass und Tuba) wohl den fetzigsten „Schwôba-Jazz ond –Dixie“ aufs Parkett, den man in der 400-jährigen Geschichte des „Hirschen“ dort je gehört hat. Seit 1970 spielt der pensionierte Polizeihauptkommissar Leger in „Raoteburger“ Stammlokalen und bei der Fasnet auf, seit 1978 gibt es offiziell DIE GLUZGER in der traditionellen Sechser-Combo.  Die weltberühmten schwäbisch-englischen Hits wie Evelin, I lost my Money und Eisgrem brachten das Publikum – unter ihnen auch etliche eingefleischte Fans - zum Mitwippen und Mitsummen. Es fehlte nur wenig, dass man sich bei schwäbischem Bier, Wein und Ochsenbäckle rhythmisch nach New Orleans und Rio versetzt fühlte, wohin sich die Gluzger samt Fanclub schon mehrmals zu Tourneen begeben hatten.
Im zweiten Teil des Abends war die Bühne frei für schwäbische Beiträge aus dem Publikum. Reiner Dinger aus Öschelbronn karikierte treffsicher einen Jung-Rentner. Nach dem Basteln von 31 „Vogelhäusle“ gründet der eine Pensionärsgruppe, die sich regelmäßig für diverse Arbeitseinsätze buchen lässt. Der Hagelocher Dr. Jürgen Christner rief in brillanten Mundart-Versen jenen denkwürdigen Zwischenfall in Erinnerung, bei dem vor der Tübinger HNO-Klinik ein Student von der Feuerwehr aus einer weiblichen Exklusivteilen nicht unähnlichen Plastik befreit werden musste. Martha Engstler aus Rottenburg rezitierte den Übervater Sebastian Blau mit „a bissle deftige Verslen“, bevor die alteingesessenen Kilchberger „Waihdäg ond Lützehardter“ vom Necknamenexperten Wolfgang Wulz „aufs Ärmle“ genommen wurden. Den köstlichen Schluss eines unterhaltsamen schwäbischen Kleinkunstabends bot die Metzinger Blaupreissiegerin von 2002, Doris Oswald. Ihre in vielen Büchern verewigten Gedichte und Geschichten stimmen oft nachdenklich, fordern aber auch bisweilen zum Schenkelklatschen auf, so nach dem Motto: „Verliersch du em Sommer d‘ Onderhos, war scho em Friahjohr ‘s Gummi los!“
Angesichts rundum zufriedener und fröhlich heimkehrender Gäste war allen Beteiligten klar: der 2. Kilchberger Mund.art-Stammtisch wird im Spätherbst folgen.

"Heimat muss auch offen sein für Neues und Fremdes.“
Klaus-Dieter Reichert aus Steinenbronn unter den Geehrten

Regierungspräsident Wolfgang Reimer und der Vorsitzende des Arbeitskreises Heimatpflege, Paul Nemeth MdL, haben am Montag, 3. April, gemeinsam die Ehrennadel des Arbeitskreises Heimatpflege im Regierungsbezirk Stuttgart verliehen. Geehrt wurden Personen, die sich in besonderer Weise um die Heimatpflege verdient gemacht haben. Die Veranstaltung fand im Europasaal des Regierungspräsidiums Stuttgart in Stuttgart-Vaihingen statt.

„Heimatpflege ist äußerst dynamisch. Sie erstreckt sich nicht nur auf die Pflege von Kultur und Brauchtum. Sie muss vor allem auch stattgefundene und stattfindende kulturelle Veränderungen ständig aufgreifen und nachvollziehen. Heimat muss daher auch offen sein für Neues und Fremdes“, führte der Regierungspräsident aus. „Die heutigen fünf Preisträger haben in diesem Sinne sowohl durch ihr Handeln selbst als auch durch den Erfolg ihres Handelns ihren Beitrag zur Stärkung unserer gemeinsamen kulturellen Identität geleistet.“
Unter den Geehrten war auch der Steinenbronner Rektor a. D. Klaus-Dieter Reichert, der die „Heimatnadel“ in Anwesenheit des Böblinger Vizelandrats Martin Wuttke und des Bürgermeisters seiner Heimatgemeinde, Johann Singer, entgegen nehmen durfte.
AK-Vorsitzender Paul Nemeth unterstrich in seiner Laudatio Reicherts Einsatz als langjähriges Vorstandsmitglied des Vereins schwäbische mund.art e.V. und lobte sein Werk als seealemannischer Autor und Leiter von Schreibwerkstätten, wo er vielen Mundartautoren ein Forum bot. Von den Anfängen bis heute ist Klaus-Dieter Reichert in seinem Mundartverein ununterbrochen im Redaktionsteam der Vereinsseite in der Zeitschrift Schönes Schwaben und der Vereinsnachrichten mund.art INFO.
Seit 2002 arbeitet er im Orga-Team des Sebastian-Blau-Preises für schwäbische Mundart an führender Stelle mit. Klaus-Dieter Reichert zählt zu den Gründungsmitgliedern des von den Mundartvereinigungen „schwäbische mund.art e.V.“ und der alemannischen „Muettersproch-Gsellschaft e.V.“ eingerichteten Arbeitskreises „Mundart in der Schule“. Seine schulische Expertise half dabei, dass eine Reihe von alemannischen, schwäbischen und fränkischen Schulexperten und Mundartautoren aktiv wurden und den AK Mundart in der Schule inzwischen zu großen Erfolgen führen konnten. So wurden seit dem Jahr 2005 mit insgesamt über 600 Autorenbegegnungen an den Schulen des Landes etwa 12.000 Schülerinnen und Schüler mit Dialektthemen bekannt gemacht.
Weiteres ehrenamtliches Engagement zeigte der Pädagoge und Rektor a.D. auch als Jurymitglied bei den vier Mundartwettbewerben in der Schule von 2008 bis 2016.

Mund.art auch bei den Landesliteraturtagen
Noch nie gab es in der Vereinsgeschichte eine Mitgliederversammlung so direkt an der schwäbisch-fränkischen Grenze. Aber die Anreise lohnte sich schon aufgrund des wunderschönen Veranstaltungsorts und aufmerksamer Gastgeber: Unsere Mitglieder Jürgen Kunz und Martin Opitz haben in der Walheimer Kelter, dem früheren Feuerwehrmagazin, auf ganz besonders liebevolle Weise das „Café Bricklebrit“ als schwäbisches Märchen- und Geschichtenhaus mit einer entzückenden Kleinkunstbühne eingerichtet.
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Brillanter Thomas Felder
Silvia Haas vom Rottenburger Kulturamt hatte die Idee: "Wie wär's denn mit dem Experiment eines sonntagnachmittäglichen 'Mund.art-Cafés' in der Zehntscheuer?" Hartmut Witte vom Förderverein und Wolfgang Wulz von der „mund.art“ waren sofort dabei: „Das machen wir als gemeinsames Angebot, so dass auch ältere Dialektfreunde, die ungern noch am Abend unterwegs sind, einmal auf ihre Kosten kommen. Erster Gast am letzten Märzsonntag war der Blaupreissieger der Liedermacher von 2012, Thomas Felder.
In seinem von Kaffee und Kuchen begleiteten Auftritt brillierte der „Musik&Wort-Künstler“ vom Reutlinger Albrand auf die erwartete professionelle Weise voller Temperament und Ausdruckskraft. Das über 40-köpfige Publikum erlebte einen begnadeten Musiker am Flügel und an der Gitarre, zuvörderst aber einen schwäbischen "Wortbohrer und -klauber", dessen tiefgründige, oft melancholische und bitterböse, aber immer auch mit Humor unterlegte Poesie Herz und Verstand anspricht.
Fazit der Kooperationspartner: Experiment gelungen! Schon bei den diesjährigen Sebastian-Blau-Tagen 2017 und dann im kommenden Frühjahr wird die Reihe fortgesetzt.

Die Rede des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann MdL zum Thema "Dialekt in der Gesellschaft"
gibt es jetzt hier

Intensivierung der Kooperation mit dem "Förderverein Schwäbischer Dialekt"
Die beiden Vereine schwäbische mund.art e.V. und Förderverein Schwäbischer Dialekt e.V. intensivieren künftig ihre bereits seit vielen Jahren bewährte Kooperation (Mundart in der Schule, Sebastian-Blau-Preis, Sebastian-Blau-Tage). Die von den beiden Institutionen organisierten Veranstaltungen werden als Kooperationsveranstaltungen durchgeführt und gemeinsam in den jeweiligen Webseiten und Vereinsnachrichten aufgeführt.

Die aktuelle Liste der Veranstaltungen finden Sie hier (weitere sind in Planung)

Stirbt die Mundart aus?
Der Student Dominic Berner beschäftigte sich mit diesem Thema in einer Semesterarbeit an der Stuttgarter Hochschule für Druck und Medien.

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Sigrid Früh ist tot

Die Fellbacher Märchen- und Sagenforscherin Sigrid Früh ist am vergangenen Freitag im Alter von 81 Jahren nach langer, schwerer Krankheit verstorben.
„Mit Sigrid Früh verlieren wir nicht nur unsere Ehrenvorsitzende, sondern eine der renommiertesten Märchenforscherinnen des deutschsprachigen Raumes, die bei ihren zahllosen Auftritten in Universitäten, Bibliotheken, Bildungseinrichtungen, Spielstätten und Bühnen als temperamentvolle und packende Märchenerzählerin ein breites und vielschichtiges Publikum begeistern konnte“, würdigt sie Dr. Wolfgang Wulz, Vorsitzender des Vereins „schwäbische mund.art e.V.“ in seinem Nachruf. Neben ihrer Forschungs- und Autorentätigkeit mit einem Werksverzeichnis von über 60 Titeln habe sich – so Wulz weiter – die Nachfahrin des Dichters Justinus Kerner auch im Ehrenamt in hohem Maße engagiert und 1997 mit einigen Mundartkünstlerinnen und -künstlern den Mund.art-Verein gegründet, dessen Vorsitz sie 13 Jahre innehatte und der heute fast 300 Mitglieder zähle. Als populäre und kämpferische Protagonistin habe sie die Öffentlichkeit unermüdlich für den Erhalt und die Pflege ihrer geliebten schwäbischen Sprache sensibilisiert und diese bei hunderten von Schulveranstaltungen auch der Jugend näherzubringen vermocht.
Für ihr Lebenswerk als Märchenforscherin und Mundartautorin wurde sie mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet, darunter der Sebastian-Sailer-Medaille des Kulturrats des Schwäbischen Albvereins sowie zuletzt der Heimatmedaille des Landes Baden-Württemberg.
Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am Montag, 12. Dezember um 12 Uhr auf dem Kleinfeldfriedhof in Fellbach statt.

Pressemitteilung vom 7.12.2016

Mundart in der Schule
Südwestpresse, 26.10.2016
Schwäbisch fördert Identität
Die einzigartige Intonation macht Dialekte für viele Menschen lebendig, hinzu kommen Spracheigenheiten. Das gilt selbstverständlich auch fürs Schwäbische. In Baden-Württemberg sind zudem das Fränkische sowie das Alemannische beheimatet. Aber wie überlebt eine Mundart? Meist wird es innerhalb der Familie weitergegeben, von den Großeltern und Eltern auf die Kinder. Mundart ist somit eine der ersten Sprachen, in der Kinder reden. In der Schule wird auf Hochdeutsch Wert gelegt, das lässt vermuten, dass für Schwäbisch kein Platz ist. Aber weit gefehlt: „Natürlich ist der Dialekt ein Thema im Bildungsplan des Faches Deutsch“, erklärt Gudrun Bregenzer vom Regierungspräsidium Tübingen. Schwäbisch an Schulen ist also keine Seltenheit.

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„Hillu’s Herzdropfa“ überzeugen Publikum und Jury
Zum siebten Mal seit 2002 hat der Verein „schwäbische mund.art e.V.“ mit Unterstützung wichtiger Partner wie Schwaben Bräu und Förderverein Schwäbischer Dialekt e.V. den Sebastian-Blau-Preis für schwäbische Mundart zum Gedenken an den wohl bedeutendsten Mundartdichter des schwäbischen Dialektes, Prof. Josef Eberle alias Sebastian Blau, organisiert.
In diesem Jahr waren zum zweiten Mal Mundartkabarettisten zur Bewerbung aufgerufen. Unter 20 Einsendern hat eine Experten-Jury acht Teilnehmer für die Endausscheidung ausgewählt, die am Sonntag in der Festhalle in Rottenburg auftraten.
Hiltrud Stoll und Franz Auber aus Justingen haben als „Hillu’s Herzdropfa“ nicht nur die Jury überzeugen können und den mit 2.500 Euro dotierten ersten Platz belegt, sondern sie wurden zudem von den über 400 Zuschauern zu den Publikumspreisträgern (Wert: 500 Euro) gekürt. Die Jury würdigte das Duo in ihrer Laudatio: „Sie spielen äußerst überzeugend, teilweise krachend laut, aber durchaus auch mit leiseren, subversiven Tönen. Man spürt sofort, dass sie in ihrem Element sind. Nichts Gestelztes, nichts Verzwungenes, einfach, bauernschlau und auf ganz eigene Art intelligent und im besten Sinne witzig!“
Zweiter Preisträger wurde der Tübinger Peter Leonhard, der als schwäbischer Bauchredner, Zauberer und Wortakrobat in seiner Nummer vielseitige Talente zeigte. Dafür kann er immerhin 1.500 Euro mit nach Hause nehmen. Den dritten, mit 1.000 Euro dotierten Platz, belegte „Poliakoffs Eventkapelle“ mit Berthold Biesinger, Stefan Hallmayer, Peter Höfermayer und Gerd Plankenhorn vom Melchinger Theater Lindenhof. Sie boten turbulente Ausschnitte aus ihrem Programm „Tuschuur on Tour“.
Der schwäbische Dialekt in allen Ausprägungen, regionalen und lokalen Ausformungen  ist auch in Zeiten der Globalisierung existenziell für die Kommunikation unter und mit Schwaben. Der Sebastian-Blau-Preis soll das Bewusstsein für den Wert des Dialektes in der Öffentlichkeit schärfen und stärken.
Getragen wird der Sebastian-Blau-Preis für schwäbische Mundart vom Verein „schwäbische mund.art“, dem Förderverein Schwäbischer Dialekt, dem SWR, der Stadt Rottenburg, dem Silberburg-Verlag, Schwabenland.de und mit großzügiger Unterstützung der Stuttgarter Privat-Brauerei Dinkelacker-Schwaben Bräu, die das Preisgeld zur Verfügung stellt. Auch der Arbeitskreis Heimatpflege und örtliche Sponsoren wie die Kreissparkasse Tübingen und die Stadtwerke Rottenburg trugen zum Gelingen des mundartlichen Großereignisses bei.

Rauschende Blau-Fest-Tage in Rottenburg
Bereits zum dritten Mal fanden in der Mundart- und Bischofsstadt Rottenburg am Neckar Sebastian-Blau-Tage statt und gaben mehr als einem Dutzend unserer Künstlerinnen und Künstlern der verschiedensten Sparten und Altersgruppen ein Podium für die Präsentation ihres Umgangs mit dem schwäbischen Dialekt.

Schwarzwälder Bote

1. Mund.art-Stammtisch in Winterlingen

21. September 2016 um 19:00, Kleinkunstbühne K3
Wilhelm-Bihler-Straße, 72474 Winterlingen

mit Doris Oswald als Gast

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Christel Werner erhält Heimatmedaille
Bei den baden-württembergischen Heimattagen 2016 in Bad Mergentheim wurde Christel Werner, Verlagsleiterin im Tübinger Silberburg-Verlag (Foto: 2. von links mit Staatssekretärin Petra Olschowski, Paul Nemeth MdL und OB Udo Glatthaar), mit der Heimatmedaille Baden-Württemberg ausgezeichnet.
Die in der Heimatpflege sowie der Heimatgeschichte tätigen Verbände und Institutionen insgesamt, besonders aber die Vereinigungen, die sich mit der Pflege der Mundarten in Baden-Württemberg befassen, haben vom weit über das engere berufliche Interesse hinausgehende ehrenamtliche Engagement der Verlegerin Christel Werner in den vergangenen 25 Jahren enorm profitiert. Besonders am Herzen liegt ihr die Mundartliteratur, für die sie sich zusammen mit ihrem Partner in der Verlagsleitung, Titus Häussermann, seit Jahrzehnten einsetzt. Der Verein verdankt ihr als begnadeter Netzwerkerin sehr viel und freut sich herzlich gratulierend über die hohe Ehrung.

„Schwabenschule“ aus Sindelfingen und „Alemannenwanderung“ aus Zell im Wiesental gemeinsam auf Platz 1

Die Klasse 5a des Goldberg-Gymnasiums Sindelfingen sowie Viertklässler der Gerhard-Jung-Schule Zell im Wiesental belegten beim „4. Mundartwettbewerb in den Schulen“ zusammen den ersten Platz und nahmen überglücklich das Preisgeld in Höhe von je 500 Euro mit nach Hause.
Die Goldberg-Gymnasiasten brillierten mit dem Filmprojekt „Die Schwabenschule oder ‚Was isch a Muggaseggele?‘“ Daran beteiligt waren 30 Schüler aus 15 Nationen, die im Filmplot eine „Schwabenschule“ besuchen, um Sprache und Eigenheiten der Urbevölkerung kennen zu lernen, und sich dabei trotz ihres Migrationshintergrunds humorvoll und lustbetont mit der Mundart und dem „Ländle“ beschäftigen.
Mit „Üsi schöni Hohi Möhr“ betitelten die Grundschüler aus dem alemannischen Wiesental die Dokumentation ihrer Wanderung auf den örtlichen Hausberg, die Gesangs-, Bild- und Wort-Collagen enthält.
Bei der Preisverleihung am Samstag, 11. Juni 2016 an den St. Ursula Schulen in Villingen-Schwenningen lobte der Ehrenvorsitzende des Fördervereins „Schwäbischer Dialekt e.V.“, Staatssekretär a.D. und Ministerialdirektor Hubert Wicker,  die preisgekrönten Projektarbeiten als überaus beeindruckende Beispiele, wie Mundart und Dialekt an den baden-württembergischen Schulen zum Thema gemacht werden können.

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1. Mund.art-Stammtisch in Haigerloch-Stetten
Ein weiterer gelungener Start im Zollern-Albkreis...

Hohenzollerische Zeitung
Schwarzwälder Bote

 

Nuis vom Erligemr Stammdisch
Im „Grüne Baum“ wars oifach wieder bodagut, mit Gästin Sabine Schief ond dene 35 Leut, die scho beim Reikomma gut druff gwea send.
Mitta im Saal hat d‘ Sabine Schief a Bühnenatmosphäre gschaffa, und des ohne Podest und Licht, was ja wirklich schwierig isch, aber sie hat sofort älles im Griff ghet, au die Zuspätkommer und Neischwätzer, die sie oifach in ihr Darbietung miteibaut hat.
Vorgstellt und über ihrn Werdegang ausgfragt isch sie von ihrm Namensbäsle worda, dr Sabine Essinger, also von mir. Bloß ganz kurz, weil des kann mr au auf ihrer Homepage nachlesa: Sabine Schief nennt sich „Herzhumoristin und Kabarettistin“. Mr kennt sie ja als Gründerin, Managerin, Texterin und Frontfrau vom Duo „I-Dipfele“, des sich 2014 aufglöst hat. Sie hat aber immer noch grad gnug zom do mit ihrm Kabarett „Schiefe Töne“ und ihrer eigena Kleinkunstbühne in Untertürkheim „Schief gewickelt“. Und sie erarbeitet im Moment a selber gschriebenes Ein-Personen-Open-Air-Theaterstück über d‘ Königin Katharina an der Grabkapelle auf ‘m Württemberg.
Dr Stoff für ihre Lieder und Sketche liefert ihr oigene Verwandtschaft, sowas von gut beobachtet und nachgmacht: Irina Kalaschnikowa aus Kasachstan mit Akzent und Seele verbreitet Lebensweisheiten, Onkel Georg lässt sich sei schlechte Laune ned verderba, Tante Gertrud und Onkel Hans händlat nach 60 Ehejahren immer noch mitanander, und au ihr Vaddr tröstet wie immer liebevoll d‘ Muddr, wenn se sich wehdo hat: „Komm, i dapp dr uff d‘ Zaiha, na spürsch dr Rest nemme!“
Sabine Schief hat ned nur parodistisches Talent, sondern au eine Wahnsinns-Gesangsstimme. Egal, ob sie a Heimatlied, dr Schokoladentango, a Lied für d‘ Freundin oder a Kosewörterlied, das in Schimpfwörter übergeht, singt - mr spürt in allem dr Leitspruch von ihrer Oma Emma: „Die wichtigschte Bildung isch die Herzensbildung“.
Sabine Essinger

1. Melchinger Mund.art-Stammtisch
Einen großartigen Start hatte der neu gegründete Stammtisch im Melchinger Ochsen.

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Hohenzollerische Zeitung
Schwarzwälder Bote

Neu im Vorstand: Vitus Miller und Reiner Dinger
Bei der  Mitgliederversammlung  des Vereins schwäbische mund.art e.V. wurde der Gültsteiner Autor und Mundarthistoriker Dr. Wolfgang Wulz in der Stuttgarter Brauereigaststätte Dinkelacker für weitere drei Jahre in seinem Amt als Vorsitzender ebenso bestätigt wie seine beiden Stellvertreter Sabine Essinger, Kabarettistin aus Ottmarsheim, und Liedermacher Pius Jauch (Bösingen bei Rottweil). Neu in den Vorstand rückte als Beisitzer Rektor i.R. Reiner Dinger aus Gäufelden-Öschelbronn, der seine Erfahrungen mit dem Projekt Mundart in der Schule und mit Mund.art-Stammtischen einbringen wird. Als neuer Schatzmeister konnte Vitus Miller (Stuttgart) gewonnen werden. Der langjährige Aufsichtsrat im Bereich der Deutschen Bahn wird als Ruheständler ebenfalls ein geschätzter Ratgeber im Vorstand sein.
mehr zur Mitgliederversammlung 2016

1. Oberberkener Mund.art-Stammtisch
Ortsvorsteher Prof. Klaus Dobler zeigte sich zum Auftakt des neuen Stammtisches im Hirsch hoch befriedigt über den großen Zuspruch. Andreas Senzenberger hatte auf Initiative von Vorstandsmitglied Roland Buggle mund.art-Vorstand Dr. Wolfgang Wulz eingeladen, der sich dem Lob von Publikum und Organisatoren wortreich anschloss und als „Knöpfleswäscher“ noch etliche humorvolle Neckereien beitrug. Roland Buggles mit vielen Mundartgedichten und –geschichten aus Vergangenheit und Gegenwart dekorierte „schwäbische Pizza“ erfreute die Runde ebenso wie Rolf Gerlachs Gedichte aus seinem reichen pädagogischen Erfahrungsschatz. Den überraschenden Schlusspunkt setzte der aus Funk und Fernsehen bekannte Edelbarde Max Trierweiler mit einigen seiner schwäbischen Schlager.

Wendrsonn in Bestform
Beim Benefizkonzert für „Mundart in der Schule“ im vollen Herrenberger Mauerwerk brachten Bandleader Markus Stricker, Sängerin Biggi Binder und ihre Mannschaft das Publikum aus dem sonst eher ruhigen „Gäu“ einmal mehr zu brausendem Applaus. Mit ihrem schwäbischen Folkrock hat die Band aus dem Rems-Murr-Kreis inzwischen die wichtigsten Bühnen im Südwesten erobert. Fetzige und zugleich durchgehend musikalisch hochwertige Parts, dazu die im „Wendrsonn-Stil“ interpretierten schwäbischen Volksweisen (Widele wedele, Auf em Wase, In Mudders Stübele), aber auch sehr poetische Mundartballaden (Wiegalied, Do ben i dahoim), aus denen das bis heute besondere, melancholische Lebensgefühl des oberen Murrtales und des Schwäbischen Waldes atmet, machten den Abend für Schwaben und Reigschmeckte zu einem großen Erlebnis.
Mit dem Erlös können wieder mehrere schwäbische Doppelstunden in den Schulen organisiert werden. Neu: auch Wendrsonn darf künftig in kleiner Besetzung von Lehrerinnen und Lehrern kostenlos für den Unterricht gebucht werden. (schule@mund-art.de; www.mundart-in-der-schule.de)

KünstlerInnen-Galerie jetzt auf einen Blick
Die Präsentation der Künstlerinnen und Künstler von A bis Z gibt es auch zum Herunterladen im PDF-Format.
Mit dieser Datei können Künstler und Veranstalter auch Autogramm- bzw. Werbepostkarten herstellen.
Herzlichen Dank an unser Mitglied Marc Paul, den früheren Schriftführer im Vorstand und Sebastian-Blau-Preisbeauftragten von 2008.
Er hat die Daten zusammengetragen und ediert.

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Mund.art-Stammtisch im Erligheimer Landgasthof „Grüner Baum“ wird von einem Trio fortgesetzt
In der Organisation der Mund.art-Stammtische hat sich ein fester Ablauf etabliert. Bei freiem Eintritt unterhält zunächst ein bekannter Künstler des Vereins „schwäbische mund-art e.V.“ rund eine Stunde mit humorvollen, aber auch nachdenklichen Beiträgen die Zuhörer, danach haben die anwesenden Gäste Gelegenheit mit Gedichten, Kurzgeschichten, gerne auch mit musikalischen Vorträgen zum Gelingen des Stammtischs beizutragen. Wenn dann noch Zeit bleibt, klingt der Abend mit dem gemeinsamen Singen von schwäbischen Liedern aus. Im Erligheimer Landgasthof „Grüner Baum“ wurden im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres die ersten Stammtische von Mund.art-Mitglied Jürgen Kunz organisiert, allerdings waren die Vorbereitungen von einem Einzelnn kaum noch zu bewältigen. Jetzt hat sich ein Trio gebildet, das die Stammtischtermine für das komplette Jahr 2016 geplant hat: Neben Kunz werden sich Kurt Sartorius, Vorsitzender der Historischen Gesellschaft Bönnigheim und bekennender Schwabe, sowie Sabine Essinger aus Ottmarsheim um die Gestaltung und die Organisation der Mundart-Stammtische kümmern.
Die Kabarettistin Essinger ist eine Frau, die das Rampenlicht bekanntlich nicht scheut. Mit ihrem aktuellen Soloprogramm betritt sie im wahrsten Sinne des Wortes die unterschiedlichsten Bühnen und ist aktuell mit Eckhard Grauer als Duo „Hardle ond Stups“ – Eheleute um die „Fuffzich“ – im Alltag schwäbischer Irrungen unterwegs. Inzwischen engagiert sich Essinger im Vorstand des Vereins „schwäbische mund.art e.V.“, und so ist es für die bekennende Schwäbin fast schon selbstverständlich, sich in Erligheim mit um die Stammtische zu kümmern.
Mit den Wirtsleuten des Landgasthofs „Grüner Baum“, Horst und Uschi Ahner, hat der Verein begeisterte und engagierte Mitstreiter für diese Stammtisch-Reihe im Landkreis Ludwigsburg. Kein Wunder, schließlich ist der urige Gasthof seit vielen Jahren beim landesweiten Projekt „Aufspielen beim Wirt“ mit dabei und unterstützt damit die heimische traditionelle Kulturszene.
Der erste Stammtisch in diesem Jahr findet am Donnerstag, 28. Januar, um 19 Uhr im „Grünen Baum“ statt. Die Moderation übernimmt dann Mund.art-Autor Jürgen Kunz. Zum Neuauftakt der Erligheimer Mund.art-Stammtische kommt das „O.K.-Duo“ und wird Ausschnitte seines schwäbischen Märchenfestes präsentieren.

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Zum Auftakt der Erligheimer Mund.art-Stammtisch-Reihe präsentiert das O.K.-Duo Jürgen Kunz und Martin Opitz Auszüge aus ihren "Schwäbischen Märchenfescht"

Neue Mund.art-Stammtische gegründet
Andreas Senzenberger gründet mit Unterstützung unseres Vorstandsmitglieds Roland Buggle einen Mund.art-Stammtisch im Gasthaus Hirsch zu Oberberken bei Schorndorf.
Am Mittwoch, 2. März 2016 sind Roland Buggle und Wolfgang Wulz zu Gast, am 6. Oktober ist der Mundartdichter Rolf Gerlach eingeladen.
Mitveranstalter ist der Förderverein zur Erhaltung und Entwicklung der Dorfgemeinschaft in Ober- und Unterberken.

Adelbert Barth,
auch als schwäbischer Geschichtenerzähler Peter Fidel aktiv, gründet im Melchinger Ochsen einen neuen Mund.art-Stammtisch.
Die ersten Gäste am Mittwoch, 6. April 2016 sind der Schauspieler Berthold Biesinger und der Liedermacher Pius Jauch.
Biesinger ist als Mitglied des Theaters Lindenhof weithin bekannt, u.a. auch als Akteur aus dem beim Blaupreis 2014 ausgezeichneten Film "Die tiefe Stimme der Natur".
Liedermacher Pius Jauch ist Blaupreisträger 2012 und vertritt bei der "Stammtischtaufe" im Melchinger Ochsen als stellvertretender Vorsitzender auch unseren Verein.

Werner Gaus, Mundartautor aus Haigerloch und langjähriger Organisator der Hechinger Reihe "Mundart und Musik", gründet im Querbau in Stetten (Haigerloch) ebenfalls einen neuen Mund.art-Stammtisch.
Zusammen mit dem Knöpfleswäscher Wolfgang Wulz als Gast startet er den neuen "Stettener Stammtisch" am Mittwoch, 20. April um 19 Uhr.

Unter dem Dach von schwäbische mund.art e.V. befinden sich inzwischen 12 Stammtische und ein schwäbischer "Schbieleobend".

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10. Herrenberger Mund.art-Stammtisch
„Beim kleinen Jubiläum wird ein kunterbuntes Kleinkunst-Potpourri geboten. Es gibt Gereimtes, in der Prosaausgabe oder der lyrischen Miniaturenvariante. Dazu gesellen sich Liedermacherkunst, Karikaturen zu Sprichwörtern und Redewendungen, anekdotenhafte Schmankerl zu den Ortsnecknamen und vieles mehr. Die zehnte Runde der Reihe ist schon etwas ganz Besonderes“, resümierte Gäubote-Rezensent Rüdiger Schwarz. Schon zum Auftakt animierte Volker Mall am Keyboard die 50-köpfige Runde zum Mitsingen schwäbischer Volkslieder. Im Zentrum des Abends stand die Diareihe mit den skurril-bissigen Zeichnungen von Karlheinz Haaf zum neu edierten Neck-Buch von Wolfgang Wulz und zu schwäbischen Sprüchen, die Haaf mit höchst geist- und wortreichen Übersetzungen ins Hochdeutsche auf den genialen Punkt bringt. Heidi Haaf, deren Klassen mehrfach bei Mundartwettbewerben ausgezeichnet wurden, präsentierte eindrucksvolle schwäbische Personenbeschreibungen ihrer Grundschulklasse. Nach witzigen Reimen von Sieglinde Kugel und Helmut Zweigarts Vorführung von Volksliedern auf antikem Grammophon bot Herbert Demel Lyrik,  in der „Sinn und Sinnlichkeit, Tradition und Moderne, Erlebtes und Gedankenspiele, Alltagspoesie und liebevoll ironische Charakterbeschreibungen Hand in Hand“ gehen. Überraschungsgast Toni Tauscher sorgte für das künstlerische „Sahnehäuble“ des Mini-Jubiläums: „Der Liedermacher beweist jede Menge Gespür für die parodistisch-kauzig-ironische Zeichnung menschlicher Kanten und Ecken. Beim tiefsinnigen, sanften und sehr tröstlichen ‚Herbst‘ [dem Siegerbeitrag zum Blaupreis 2004] hört man die Blätter im Wind rascheln, sieht die Wolken am Himmel vorbeiziehen, die Lebenszeit durch die Sanduhr rinnen. Naturschauspiele werden zu Spiegel- und Sinnbildern eigener existenzieller Befindlichkeiten.“

So sieht sich der Karikaturist Karlheinz Haaf selber

Kabarettistin Sabine Essinger rückt in den Vorstand nach
Nach längerer Suche ist es gelungen, für den im Frühjahr aus dem Vorstand ausgeschiedenen stellvertretenden Vorsitzenden Helmut Pfitzer eine Nachfolgerin zu gewinnen.
Der Vorstand hat in seiner Sitzung am 11.11.2015 die Kabarettistin Sabine Essinger gewählt und freut sich über diese prominente personelle Verstärkung.
Die neue stellvertretende Vorsitzende wird ihre langjährige Bühnenerfahrung als Mitglied der Neuen Museumsgesellschaft und ihre vielen Kontakte in der Kabarettszene in die Vereinsarbeit einbringen.

Heimatmedaille für unser Mitglied Wulf Wager
Staatssekretärin Gisela Splett MdL hat am 11. September für die baden-württembergische Landesregierung acht Persönlichkeiten mit der Heimatmedaille Baden-Württemberg ausgezeichnet. Die Übergabe der Orden bildet traditionell den Auftakt der Landesfesttage im Rahmen der Heimattage Baden-Württemberg, die dieses Jahr von der Stadt Bruchsal ausgerichtet werden.
Unter den Geehrten ist  auf Vorschlag des Vereins "schwäbische mund.art e.V." Wulf Wager aus Altenriet (Kreis Esslingen). Wager hat sich in den vergangenen 35 Jahren auf verschiedenen Feldern der Brauchtumspflege und -forschung vielfältig engagiert. Seine Interessen liegen dabei auf den Gebieten des Volkstanzes, der Volksmusik und des Volkslieds sowie des Fasnets- und Narrenwesens sowie der schwäbischen Mundart. Dabei setzte er sich in hohem Maße in der Jugendarbeit und Erwachsenenbildung ein. Er hat 2002 den großen Mundartwettbewerb „Sebastian Blau Preis“ initiiert. Die Gewinnung und Förderung von Künst-ler/innen aus dem Mundartbereich stand für Wulf Wager nicht nur beim Sebastian Blau Preis im Fokus, sondern auch bei der Initiative für das Projekt "Mundart in der Schule". Seit 2005 wurden hierdurch landesweit fast 500 schwäbische, alemannische und fränkische Mundartbegegnungen zwischen Künstlern und Schulklassen mit fast 10.000 erreichten SchülerInnen ermöglicht. Aufgrund seines Einsatzes sitzen dafür die beiden Mundartvereinigungen „schwäbische mund.art e.V.“ und die alemannische „Muettersproch-Gsellschaft e.V.“ im Arbeitskreis "Mundart in der Schule" an einem Tisch. Als weitere heimatpflegerische Engagements sind zu nennen: Leiter der Volkstanzwoche, Volkstanz- und Fahnenschwinglehrer, Gründer und Leitung der Volkstanzgruppe Schwäbischer Albverein, Aufbau und ehrenamtliche redaktionelle Mitarbeit der Zeitschrift „Der Heimatpfleger“, Leitung zahlreicher Seminare der Jugend- und Erwachsenenbildung, Maskenrat im Narrengilde Kübelesmarkt und Organisator des Cannstatter Volksfestumzuges.

Videoclip des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst über Wulf Wager

Erich Bürkle, Vorsitzender des Landesausschusses für Heimatpflege, und Staatsekretärin Gisela Splett gratulieren

Jahrestagung des Arbeitskreises Mundart in der Schule
in Zimmern ob Rottweil

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Muttersprache als Kulturgut gefeiert
Die Muettersproch-Gsellschaft feierte den Auftakt zum 50. Jubiläumsjahr vor 500 Gästen in der Singener Stadthalle mit alemannisch-schwäbischer Mund.Art.
Im Grußwort lobte Präsi Franz-Josef Winterhalter den derzeitigen Höhenflug des Dialekts und bescheinigte der Mundart Zukunft, auch angesichts der vollen Stadthalle am von der UNESCO ausgerufenen „Tag der Muttersprache“.
Zum Auftakt des Programms stichelten die Freiburger Bächlesörfer Günther Gassenbauer und Jürgen Hack in Party- und Fasnetsmanier gleich gehörig gegen die „Schwobe“. Mit Claudia Pohel kam dann Niveau auf.  In ihren schwäbischen Liedern setzte sie sich temperamentvoll und witzig mit „de heitige Jonge“ („I han heut mei Rente gseha“), aber auch seltsamem männlichem Gebaren („Criminal Tanga“) auseinander.
Bruno Epple, der 83-Jährige Nestor der alemannischen Mundart-Dichtung von der Höri, präsentierte Auszüge seiner wortgewaltigen und tiefsinnigen Dichtkunst, etwa mit dem aus dem Lateinischen ins Seealemannische übersetzten Heimwehgedicht des berühmten Reichenauer Dichters Walahfrid Strabo.
Pius Jauch, als schwäbischer Barde sonst mit der Gitarre unterwegs, wurde von Carmen Jauch virtuos am Klavier begleitet und gab beeindruckende Kostproben aus seiner neuen CD. Blaupreisträger Bernd Merkle rundete mit seinen lebensnahen Geschichten voll trockenen Humors den schwäbischen Part ab, bevor Professor Uli Führe mit alten und neuen alemannischen Volksliedern die Zuschauer zum Mitsingen animierte. Zwei eigene Lieder über Lust und Frust allein erziehender Väter standen literarisch-klangvoll am Ende eines erhebenden Abends, der Mund.Art in allen Facetten und damit die Muttersprache als wertvolles Kulturgut erlebbar machte.

v.l.: Präsi Franz-Josef Winterhalter, Uli Führe, Carmen Jauch, Claudia Pohel, Jürgen Hack, Pius Jauch, OB Bernd Häusler, Wolfgang Wulz, Bernd Merkle, Stephan Schmutz und Walter Möll.
Bild: Sabine Tesche

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