Schreibwerkstatt - schwäbische mund.art e.V.

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Schreibwerkstatt

Aktivitäten

9. Mund.art-Schreibwerkstatt
Eine jedes Jahr wieder interessante Mischung aus „alten“ und „neuen“ Teilnehmer/innen traf sich zur Schreibwerkstatt mit Hanno Kluge und Klaus-Dieter Reichert in der Steinenbronner Schule. Unter dem Titel „Poetisches aus dem Schwabenland“ waren sechs Gedichte aus dem letzten Jahrhundert anhand einzelner Qualitätskriterien zu bewerten.
Ein Literaturpuzzle sorgte danach für angespannte Aufmerksamkeit. Bei der Schreibaufgabe des Nachmittags sollte von den Schüler/innen“ in ihren Texten die „Überlegenheit“ des Dialekts demonstriert werden, was bei etlichen Produkten annäherungsweise gelang, auch wenn die knappe Zeitvorgabe als „Hausaufgabe“ Überarbeitungen sinnvoll erscheinen ließ.   

Alts Zuig
S Enkele war übr Nacht bei Ahna ond Ehne.
Am Morga – s Nescht isch leer – dr Kerle fehlt. D Behnesdir stoht offa. Dr Bua kruschtlet em alda Glomp rom ond verschrickt gottsmillionisch am Ehne. „Wa duasch?“ „Des han i gfonda, wa isch des?“ „A Dänzer.“ „Was?“ „Des isch a Spiel – ob i des noh nabreng‘?“
Boide verschwendet en dr Werkstatt. A Steckle, a Löchle neibohra ond d Schnur nabonda, ruck-zuck fertich isch d Peitsch.
Ond noh vor am Frihstick send se uff dr Gass. Dreimol setzt dr Ehne a, ond scho isch ganga. Bis zom Mittag hots dr Bua könna.
Reiner Dinger  (Schreibwerkstatt 2017)


8. Mund.art-Schreibwerkstatt
Je zur Hälfte Stammteilnehmer und Neulinge trafen sich zur diesjährigen Schreibwerkstatt mit Hanno Kluge und Klaus-Dieter Reichert in der Steinenbronner Schule. Im Zentrum stand das Credo der beiden Leiter: „Zurück zu den Wurzeln. Schreibe nur im Dialekt, was du so nicht in der Standardsprache ausdrücken kannst.“
Als Aufwärmaufgabe sammelte jeder dann Mundartbegriffe, die diesem Kriterium entsprachen. Nach der Besprechung von Beurteilungskriterien anhand arrivierter Mundartpoesie ging es später in die Eigenproduktion mit Hilfe von 3-4 Begriffen, die einzelne Teilnehmer vorschlugen  – angesichts der Sammlung „Maibaum“, Ameisenhaufen“, „Kirschblüte“ und/oder „Bolzplatz“ eine nicht einfache Herausforderung, die unser junger Liederpoet Pius Jauch wohl am eindrücklichsten bewältigte:

Haufeweis Amuese
a deam Grieseboom.
Wa des wohl hoasst,
jetzt, wo n-er bliaht?

Ob dia eppis hollet?
Säll g´wieß!
Nu wa.

Womiggle ischt er krak, de Boom
und dia machet en hie.
Jetzt, wo n-er blieht
wirft er am Bolzplatz
en Schatte.

 
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